Z-Minzgrün (Weiß + Türkis)

Ein Text von Patrick

Unser Seminar ging vom 27.04-30.04.2017 und hat uns somit das wunderbare Wochenende versaut. So dachten wir zumindest anfangs. Schon nach der ersten Stunde merkte man jedoch bereits einen Umschwung der Stimmungen,  da sich unsere zwei Gruppen Weiß und Türkis zur Gruppe Minzgrün zusammenschlossen. Ja,  dies ist jetzt unser offizieller Seminar-Name. Liebe Grüße schonmal hier an die Teamer.

 

Ohne weitere Umstände akzeptierte und begrüßte ein Jeder von uns diese Veränderung und ging mit mehr Elan an das Seminar heran,  als zuvor. Dieses wurde durch die Teamer voll und ganz ausgenutzt,  indem sie bei jeder Einheit versuchten die gesamte Gruppe aktiv mit einzubeziehen oder anderweitig ihr Interesse zu bannen. So wurden politische Themen z.B  zu einer Aufgabe des Schätzens, in welcher man ungefähr erraten sollte wie die Flüchtlinge,  die Einwohnerzahl und der Wohlstand pro Person auf der Welt aufgeteilt sind und erlebte oftmals die ein oder andere Überraschung, da manche der Lösungen vollkommen von den Schätzungen der Gruppe abwichen. Ebenso amüsant verlief ein anderes Ratequiz,  bei welchem so mancher mit seinen Berechnungen und Gedankengänge ordentlich auf die Visage viel. Die Auswertungen verliefen strukturiert und wenn ein Fehler erkannt wurde,  wurde das Ergebnis korrigiert oder der Punkt gänzlich aus der Wertung gestrichen. Ganz nach unserm Geschmack,  da unsere Gruppe dadurch nicht verlor.

 

Das Seminar umfasste eine Bandbreite von oben genannter Politik über WiPo bis hin zur eigenen Psyche und den Umgang mit Problemen und stressreichen Situationen. Obwohl es natürlich immer ein oder zwei einzelne Personen gab, welche nicht alle Dinge mochten,  fühlte sich der Großteil unserer kleinen Gruppe durchaus die meiste Zeit des Tages sehr wohl. Dazu trugen auch die Umgebung und der Service bei. Es gab WLAN,  saubere, große Zimmer mit eigenen Kühlschränken und Badezimmern und der Aufbau der Anlage glich dem eines Minidorfes. So hatte jeder in den Seminarräumen die Gelegenheit sich mit den anderen auszutauschen und sich bei Bedarf in sein eigenes, kleines Reich zurück zu ziehen, falls er nach den ganzen Gruppenspielen mal etwas Ruhe brauchte. Abschließend kann man nur sagen,  dass jede Stunde voll und ganz genutzt,  aber nicht zu vollgestopft war und dass die Teamer mit gutem Gewissen von sich sagen können,  dass sie uns alle einen großen Schritt in unserer sozialen Entwicklung haben machen lassen. Vielen Dank dafür und einen besonderen Dank an die jüngste der drei Teamer,  da es ihr, trotz ihres geringen Alters von 17 Jahren und ihrer noch minderen Erfahrung, keine Sekunde an Professionalität und Können mangelte und sie sich wacker durch unsere aufgeweckte Gruppe lotste. Stimmen wurden vernommen und berichteten von langweiligen Seminaren, widerrum andere sprachen von dem trockenen Verein namens AWO. Wir können keine dieser Aussagen bestätigen. Von Kleinigkeiten wie die Änderung unseres Namens über eine spannende Gestaltung jeglicher Themen bis hin zur Erlaubnis zweier Seminartexte für ein Seminar hat das Landesjugendwerk gezeigt, dass es flexibel ist,  Humor besitzt und das ihr viel an uns Freiwilligen liegt. Jedem kann ich ein BFD oder FSJ vorschlagen,  der Spaß daran hat,  anderen zu helfen und mit Menschen Zeit zu verbringen.

 

Und der Text von JanDas dritte Seminar stand an und wir alle waren wegen der Zusammenlegung der Gruppen skeptisch. Doch gleich nach der Ankunft wurde das Eis mit den berüchtigten Kennen-lern-spielen und vor allem dem Gruppenquiz gebrochen. Auch beim abendlichen Werwolf spielen lernten wir uns besser kennen.
Die Teamer versuchten die Woche so aktiv und lehrreich wie möglich zu gestalten. Dies zeigte sich besonders beim ersten Koop bei dem wir in zwei Gruppen blind Ziele anlaufen mussten und versuchen nicht gegen jede Mülltonne zu rennen.
In dem darauf folgenden Gruppenprojekt versetzten sich manche in die Rolle von Flüchtlingen und andere in Regierungs- und Grenzmitarbeiter. Es zeigte uns, wie kompliziert die Flüchtlinge es haben durch die Deutsche Bürokratie zu kommen.
Als nächstes ging es in das Innere mancher Köpfe und es gab die Gelegenheit die Fragen so mancher Teilnehmer als Gedanken auszudiskutieren. Nach dieser emotionalen Erfahrung wurde glücklicherweise Stress verdrängt: Mit Bogenschießen, Tanzen und  Slackline lenkten wir unsere Gedanken auf entpsannende Themen.
Der letzte Tag verging im Flug, schnell räumten wir den letzten Müll auf und setzten uns anschließend zur Themenwahl fürs Abschlussseminar zusammen.
So kamen wir alle übermüdet und erschöpft zuhause, voller Vorfreude aufs nächste Seminar.