E Lila 17 kikiriki

Auf zur großen Tierversammlung

Es waren einmal ein kleiner Bär und ein kleiner Tiger, die lebten in der Nähe des Meeres.

Seit kurzem hatten der kleine Bär und der kleine Tiger angefangen zu arbeiten und hatten viel Freude dabei. Nun machten sie sich auf den Weg zur großen, lilanen Tierversammlung um sich dort auszutauschen, neues zu lernen und Spaß zu haben.

„Meinst du, dass wir mit allen Tieren klar kommen?“, fragte der kleine Bär den kleinen Tiger.

„Ich denke schon, dass wir mit allen Tieren klarkommen werden, wir müssen sie nur erst beschnuppern. Aber wovor ich mich mehr fürchte ist, dass es nicht spannend wird.“, antwortete der kleine Tiger.

„Davon gehe ich nicht aus“, sagte der kleine Bär, „ich habe nämlich von den Bienen gehört, dass die Versammlung immer ganz interessant und abwechslungsreich wird.“

Als sie nach der langen Reise endlich bei der großen Tierversammlung ankamen, wurden sie herzlich von der Löwenfamilie willkommen geheißen. Die Löwen galten bei den Tieren nämlich als Könige und leiteten deswegen die Versammlung.

Nach und nach trafen ein Hase, einige Tiger, weitere Bären und eine große Igelgruppe ein. Schnell lernten alle Tiere den Umgang mit den verschiedenen Charakteren, so dass es zu keinen Konflikten kam.

Nachdem sie mit Skepsis Boogie Woogie getanzt hatten, stürzten sich alle hungrig auf ein leckeres Abendessen.

Am nächsten Morgen spielten alle zum wachwerden „Ich liebe alle die...“ um Gemeinsamkeiten festzustellen. Anschließend lernten sie von der Löwenfamilie vieles über Grenzen. Grenzen im rechtlichen Sinne und über persönliche Grenzen, dabei sollte jeder herausfinden, wo seine eigenen Grenzen liegen.

Nach der Mittagspause gingen alle Tiere gemeinsam auf eine Abenteuerreise. Plötzlich entdeckte der kleine Tiger eine Flaschenpost, die im Fluss schwamm und machte die anderen Tiere darauf aufmerksam. Gemeinsam versuchten sie die Flasche aus dem Fluss zu ziehen, ohne dass dabei jemand in den reisenden Fluss fiel… Zu spät, die Flasche ist schon vorbei geschwommen. Das ärgerte die Gruppe sehr, denn sie hätten gerne gewusst was für eine Botschaft in der Flasche gewesen ist.

Anschließend verliefen sie sich in einem dunklen Wald, den sie nur durch ein besonderes Tor wieder verlassen konnten. Als sie das Tor gefunden hatten, halfen die schnelleren Tiere den langsameren beim durchqueren.

Um wieder zu ihrer Hütte zukommen, mussten sie den gefährlichen Fluss, mit ein paar Holzstücken, überqueren. Dabei durfte keins der Holzstücke losgelassen werden, da der Fluss dieses sonst mitgerissen hätte. Die Tiere mussten sich sehr konzentrieren und es war viel Teamarbeit gefordert.

Nach und nach überquerten sie in  kleineren Gruppen den Fluss... die letzte Gruppe hatte nur noch sehr wenige Holzstücke zur Verfügung, aber alle gelangten auf die andere Flussseite.

Am Ufer fand ein Löwe eine angeschwemmte Flaschenpost und las diese vor: „Der wichtigste Schatz im Leben, ist ein guter Freund. Er ist immer für einen da, hat ein offenes Ohr und hilft einem in schlechten Zeiten. Schätze diesen guten Freund und zeige ihm wie wichtig er dir ist.“

Jeder in der Gruppe hatte inzwischen einen guten Freund gefunden und überlegte nun wie man diesem einen Gefallen tun könnte.

Alle Tiere kamen erschöpft von der Abenteuerreise wieder in der Hütte an. Sie waren stolz darauf wie gut sie zusammengehalten und gemeinsam gehandelt hatten!

Nachdem sie alle gemeinsam den Boogie Woogie getanzt hatten und dieses mal dabei lachen mussten, aßen sie gemeinsam zu Abend.

Anschließend tauschten sie sich, wie auch am vorherigen Abend, über ihr Leben und ihre Arbeit aus, spielten oder saßen einfach nett beisammen.

Zum Wachwerden machten sie am nächsten morgen eine kleine Kissenschlacht. Anschließend erzählte die Löwenfamilie wie man mit Konfliktsituationen und Stress umgeht. Das übten die Tiere dann in kleinen Rollenspielen, um bei der Arbeit vorbereitet zu sein.

Zum Mittag aßen alle Burger. „Mmh, wie lecker kleiner Tiger“, sagte der kleine Bär, „dass sollten wir Zuhause vielleicht auch mal machen.“

Nach dem Essen fand der kleine Bär einen Honigtopf mit einem Zettel von seinem besten Freund. Auch die anderen Tiere bekamen nach und nach Kleinigkeiten von ihren Freunden und freuten sich darüber.

Gegen Ende des Tages hatten sich alle Tiere über das Grundstück der Hütte verteilt und nur einer konnte alle Tiere wieder zusammenführen, da es nur einen gab der alle Tiersprachen sprechen konnte. Als alle wieder versammelt waren, fragten sie sich, warum diese Tierversammlung eigentlich den Namen Lila trug. Und so benannten sie die Tierversammlung um in die Tierversammlung Kikiriki.

Anschließend tanzten sie mit Freude den Boogie Woogie.

Und am Ende der Woche wunderten sich die Tiere, wie schnell diese vergangen war... und sie waren traurig sich von den anderen verabschieden zu müssen.

 Und kleiner Bär“, fragte der kleine Tiger als sie wieder Zuhause angekommen waren, „fandest du die Woche langweilig?“

 „Nein, auf keinen Fall. Ich freue mich schon total auf die nächste Tierversammlung.“

 Du meinst, sie hätten sich die Tierversammlung sparen können?

 Du meinst, dann hätten sie sich den weiten Weg gespart?

 O nein, denn sie hätten die Löwen nicht persönlich kennengelernt, und den Hasen nicht. Und sie hätten die anderen Tiger und die weiteren Bären und die Igelgruppe nicht getroffen, und sie hätten nicht erfahren, wie gut es tut sich auszutauschen und einen guten Freund zu haben der immer für einen da ist und einen unterstützt.